Nachholbedarf in deutschen Heizungskellern

Wer seinen alten Brenner durch eine moderne
Brennwert-Heizung ersetzen möchte, der kann
dafür verschiedene Förderungen nutzen. Dazu
gehört etwa ein „Wärme-Bonus“
(www.eon.de/waermebonus, Bild ganz oben).

Mit modernen Heizkonzepten kann man Geld sparen und das Klima schonen

Deutschland heizt zu teuer: 67 Prozent der Heizungsanlagen hierzulande sind nach einer Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks unzureichend effizient. Wer Kosten sparen und die Umwelt schonen will, sollte mit einer Heizungsmodernisierung daher nicht warten, bis der Bezirkskaminkehrermeister den Daumen senkt und der Austausch unumgänglich wird. Moderne Gas-Brennwertkessel beispielsweise arbeiten heute so effizient, dass sich die Anlagen bereits nach wenigen Jahren bezahlt machen. Die Kombination von Erdgas und klima­neutralem Bio-Erdgas ist eine ideale Ergänzung für den Klimaschutz, da sie die Kohlendioxid-Emissionen nochmals spürbar senkt.

Brennstoffzellen-Heizung: Wärme und Strom aus einer Quelle

Mit Erdgas und Bio-Erdgas arbeiten auch hochmoderne Brennstoffzellen-Heizungen wie die „Vitalor 300-P“ von Viessmann (Bild unten, www.viessmann.de). Sie nutzen die Energieträger besonders effizient aus. Denn nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugen sie nicht nur Heizungswärme und warmes Wasser, sondern auch Strom. Durch die Nutzung dieser Technik können Haushalte ein großes Stück mehr Energie-Autarkie gewinnen. „Vitovalor 300-P“ bietet mit 20 kW genügend thermische Leistung, um den gesamten Wärme­bedarf eines Ein- oder Zweifamilienhauses zu decken – und das mit einer Aufstellfläche von nur 0,65 Quadratmetern. Die im Tagesverlauf maximal produzierte elektrische Energie von 16,5 kWh kann den Grundbedarf eines Haushalts abdecken. Das integrierte Gas-Brennwertgerät schaltet sich automatisch zu, wenn die Wärme aus dem Brennstoffzellenmodul nicht ausreicht, etwa in Spitzenzeiten oder wenn innerhalb kurzer Zeit viel warmes Wasser benötigt wird.   

Mit Erdgas
und Bio-Erdgas arbeiten auch hochmoderne
Brennstoffzellen-Heizungen wie die „Vitalor 300-P“ von
Viessmann (Bild unten, www.viessmann.de). Sie nutzen die
Energieträger besonders effizient aus. Denn nach dem
Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugen sie
nicht nur Heizungswärme und warmes Wasser, sondern
auch Strom.

Hybridheizungen kombinieren die Vorteile zweier Heizsysteme

Wenn es um die Modernisierung der Heizungsanlage im Eigenheim geht, dann stellen sich viele Hausbesitzer auch die Frage: Soll weiterhin ein konventioneller Heizkessel die Wärme erzeugen, oder lohnt sich der Umstieg auf Erneuerbare Energien zum Beispiel mit einer Wärmepumpe? Die Gegebenheiten vor Ort schränken die Wahlmöglichkeiten oft ein – der komplette Umstieg auf Erneuerbare Energien ist gerade bei älteren Häusern nicht immer möglich und sinnvoll. Ähnlich wie bei der Diskussion um E-Auto oder Kfz mit Verbrennungsmotor, gibt es auch bei der Heizung einen dritten Weg: Die Verbindung von Gas-Brennwerttechnik mit einer Wärmepumpe.

Erneuerbare Energien, die in jedes Haus passen

Die Kombination der beiden Heizsysteme macht den Einsatz Erneuerbarer Energien auch in Häusern möglich, die alleine mit einer Wärmepumpe nicht oder nicht wirtschaftlich zu beheizen sind. Bis zu 35 Prozent effizienter als ein reines Gas-Brennwertgerät arbeitet zum Beispiel die Gas-Hybrid-Heizung von Rotex, die ein hocheffizientes Gas-Brennwertgerät mit einer regenerativen Luft-Wasser-Wärmepumpe kombiniert (de.rotex-heating.com, Bilder unten). Übers Jahr betrachtet, können beim Betrieb 60 bis 70 Prozent der Energie für die Raumheizung von der Wärmepumpe geliefert werden, die restlichen 30 bis 40 Prozent steuert das Gas-Brennwertgerät bei. Ein weiterer Vorteil der Hybridheizung ist, dass beide Techniken in einem platzsparenden Gerät untergebracht sind, das nicht mehr Platz benötigt als der bisherige Kessel und beispielsweise auch in einem Hauswirtschaftsraum untergebracht werden kann. Lediglich das Außengerät der Wärmepumpe muss zusätzlich außerhalb des Hauses aufgestellt werden. Vorhandene Heizkörper oder Fußbodenheizungen sind ohne Anpassungen weiterhin nutzbar. Wichtig für den effizienten Betrieb einer Hybridheizung ist die Steuerungselektronik, die die Wärmepumpe an wechselnde Außentemperaturen und Heizlasten des Wohn­hauses anpasst. Durch eine intelligente Regelung arbeitet das System entweder abhängig vom Strom- und Gaspreis im jeweils kostengünstigeren Modus oder mit der Energieart, die die geringsten Umweltbelastungen verursacht.

Bis zu 35
Prozent effizienter als ein reines Gas-Brennwertgerät
arbeitet zum Beispiel die Gas-Hybrid-Heizung von Rotex,
die ein hocheffizientes Gas-Brennwertgerät mit einer
regenerativen Luft-Wasser-Wärmepumpe kombiniert
(de.rotex-heating.com, Bilder unten). Übers Jahr
betrachtet, können beim Betrieb 60 bis 70 Prozent der
Energie für die Raumheizung von der Wärmepumpe
geliefert werden, die restlichen 30 bis 40 Prozent steuert
das Gas-Brennwertgerät bei.

Fördergelder für Hybridheizungen

Der Umstieg von Gas auf eine Hybridheizung mit Wärmepumpe plus Gas-Brennwertgerät wird gefördert. Für die Rotex HPU hybrid gibt es zum Beispiel bis zu 3.000 Euro über das Marktanreizprogramm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de). Werden die Kosten dann unterm Strich betrachtet, ist laut Berechnungen von Rotex die Gas-Hybrid-Wärmepumpe eine echte Alternative zum Gas-Brennwertkessel. 

Fördergelder erleichtern den Umstieg

Wer seinen alten Brenner durch eine moderne Brennwert-Heizung ersetzen möchte, der kann dafür verschiedene Förderungen nutzen. Dazu gehört etwa ein „Wärme-Bonus“ (www.eon.de/waermebonus, Bild ganz oben). Staatliche Unterstützung in Form von günstigen Krediten oder Tilgungszuschüssen bietet auch die KfW-Bank im Rahmen ihres Programms „Energieeffizient sanieren“ (www.kfw.de).


Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information