Fenstertausch

Fenster leisten einen großen Beitrag zum
Wärmeschutz, indem sie helfen Energie einzusparen.
Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV sind
hoch und müssen sowohl bei Neubauten als auch bei
Sanierungen eingehalten werden. Oft ist es gar nicht so
einfach, das passende Fenster, das sowohl technisch als
auch optisch allen Anforderungen gerecht wird, zu finden.
Die Firma Gugelfuss stellt seit 1971 Fenster her und
weiß genau, worauf es ankommt. Wir haben mit Martin
Gugelfuss, Geschäftsfü̈hrer der Gugelfuss GmbH,
über alle wichtige Kriterien bei der Auswahl des
richtigen Fensters gesprochen.

Neue Fenster für mehr Wohnkomfort und Sicherheit

Fenster leisten einen großen Beitrag zum Wärmeschutz, indem sie helfen Energie einzusparen. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV sind hoch und müssen sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen eingehalten werden. Oft ist es gar nicht so einfach, das passende Fenster, das sowohl technisch als auch optisch allen Anforderungen gerecht wird, zu finden. Die Firma Gugelfuss stellt seit 1971 Fenster her und weiß genau, worauf es ankommt. Wir haben mit Martin Gugelfuss, Geschäftsfü̈hrer der Gugelfuss GmbH, über alle wichtige Kriterien bei der Auswahl des richtigen Fensters gesprochen.  

Herr Gugelfuss, in Ihren drei Werken fertigen Sie Fenster und auch Haustüren. Mit Ihrem Portfolio decken Sie die ganze Bandbreite ab: von Kunststoff- ü̈ber Kunststoff-Aluminium bis zu Aluminium-Fenstern sowie Holz- und Holz-Aluminium-Fenstern. Können Sie kurz erklären, was die einzelnen Varianten unterscheidet und welche Vorteile sie mit sich bringen?

Martin Gugelfuss: Seit Jahren ist es Wille der Politik, dass die Qualität aller Fensterelemente, die im Wohnungsbau eingesetzt ­werden, so hoch ist, dass eine maximale Energieeinsparung erreicht wird. Diese material­ü̈bergreifenden – also egal ob Kunststoff, Holz oder Aluminium – gesetzlichen Regelungen ermöglichen dem Kunden, sich frei nach wirtschaftlicher Situation und persönlichem Geschmack seine persönlichen Wohnträume hinsichtlich der transparenten Bauteile zu verwirklichen. Insofern kann man sagen, dass alle Werkstoffe der verschiedenen Systeme dem Stand der Tech­nik entsprechen und ihn teilweise sogar ü̈bertreffen.   

Was genau besagen der U-Wert, der g-Wert, „Warme Kante“ und der LT-Wert?

Martin Gugelfuss: Der U-Wert des Fensters kennzeichnet den Wärmeverlust eines Fenster- bzw. Tü̈relementes. Hierbei kann man landläufig sagen: Je niedriger desto besser. Der ­g-Wert bezieht sich auf die Verglasung eines Elementes. Dieser Wert zeigt die Leistungsfähigkeit des Glases hinsichtlich der „Energiebilanz“: ein g-Wert 55 Prozent bedeutet einen Wärmegewinn von 55 Prozent der eingestrahlten Energie oder umgekehrt, es gehen ü̈ber die Wärmeschutzschicht(en) nur 45 Prozent der eingestrahlten Energie wieder hinaus. Ein hoher g-Wert bedeutet einen ­ho­hen Wärme­eintrag, bei einem niedrigen ­g-Wert unter 40 Prozent spricht man bereits von Sonnenschutz. Die „Warme Kante“ ist ein thermisch optimierter Abstandshalter zwischen den Glasscheiben. Dieser bildet den Rand des Glases und damit den Übergang vom Glas zum ­Rahmen. Dies ist eine sehr sensible Stelle hinsichtlich des Wärmedurchgangs: Je niedriger dieser Wert ist – der sogenannte (psi)-Wert – desto besser! Ein schlechter Abstandhalter kann unter Umständen sogar zu sichtbarem Wasserausfall an der Innenseite der Scheibe führen. Der LT-Wert ist der Wert der Lichttransmission durch Glas. Je niedriger er ist, desto dunkler wird es im Raum. Ein hoher LT-Wert ist zum Beispiel für Brillenträger besonders wichtig.
Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Scheiben und Wärmeschutz­be­schich­tungen (zum Beispiel Dreifach- im Verhältnis zu Zweifach-Glas) desto dunkler wird das Glaspaket.   

Mittlerweile gehört Dreifach-Isolierverglasung schon fast zum Standard. Was unterscheidet sie von der Zweifach-Isolierverglasung? Können Sie eine allgemeine Empfehlung geben fü̈r ­Neubauten und für die Fenstersanierung bei Altbauten?

Martin Gugelfuss: Wie schon eingangs erwähnt, regelt die EnEV die Vorgaben fü̈r den Wärmeschutz und damit die Frage nach Zwei- oder Dreifach-Glas. Dreifach-Glas ist derzeit Stand der Technik und wird im Neubau eingesetzt. Beim Altbau ist eine pauschale Beurteilung nicht möglich. Hier sollte vorab immer ein Planer und / oder Energieberater hinzuge­zogen werden, um die Rahmen­bedingungen zu prü̈fen und eine optimale Lösung zu erarbeiten.

Welche Rolle spielt der Rahmen und welche das Glas bei der Wärmedämmung?

Martin Gugelfuss: Der Rahmen ist das energetisch schlechtere Bauteil. Je höher der Glasanteil desto besser der U-Wert des Elementes. Bei einem Muster­fenster von 123 mal 148 Zentimetern beträgt der Anteil des Rahmens aber nur ca. 35 Prozent.

Fenster
leisten einen großen Beitrag zum Wärmeschutz,
indem sie helfen Energie einzusparen. Die Anforderungen
der Energieeinsparverordnung EnEV sind hoch und
müssen sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen
eingehalten werden. Oft ist es gar nicht so einfach, das
passende Fenster, das sowohl technisch als auch optisch
allen Anforderungen gerecht wird, zu finden. Die Firma
Gugelfuss stellt seit 1971 Fenster her und weiß
genau, worauf es ankommt. Wir haben mit Martin Gugelfuss,
Geschäftsfü̈hrer der Gugelfuss GmbH, über
alle wichtige Kriterien bei der Auswahl des richtigen
Fensters gesprochen.

Neubauten sind in der Regel luftdicht. Muss man hier häufiger und ausgiebiger lüften? Sind integrierte Fensterlü̈ftungen empfehlenswert? Wie funktio­nieren sie und können sie manuelles Lü̈ften ersetzen?

Martin Gugelfuss: Der Architekt / Planer hat die Pflicht, im Neubau ein Lüftungskonzept zu erstellen, das mindestens die Luftwechselrate zum Feuchteschutz garantiert. Das heißt, dass die in der aufgrund der geforderten Dichtigkeit innerhalb der Gebäudehü̈lle anfallende Feuchtigkeit kontrolliert und benutzerunabhängig aus dem Gebäude geleitet wird. Die Lösungen werden dann mit dem Bauherrn abgestimmt. Da aber bei schnell errichteten Neubauten eine große Menge an Baufeuchte bei Bezug noch im Gebäude ist, ist zumindest anfänglich noch manuelles Lüften notwendig. Reine Fensterfalz-Lüftungslösungen sind druckabhängig und somit nicht geeignet, sicher und dauerhaft die anfallende Feuchte kontrolliert abzuleiten.

Eine immer größere Rolle spielt auch der Einbruchschutz. Wie werden Fenster einbruchhemmend ausgestattet? Gibt es spezielle ­Scheiben, Beschläge, Griffe etc.? Mit welchen Mehrkosten muss man pro Fenster ungefähr rechnen?

Martin Gugelfuss: Einbruchschutz ist seit einigen Jahren ein politisches Ziel. Es gibt genormte Schutzklassen, die sogenannte Resistance Class (Widerstandsklassen) RC 1 bis RC 6. Die Normung hilft hier nur eine Vergleichbarkeit zwischen den Produkten fü̈r den Kunden herzustellen. RC2 ist die Mindestempfehlung der Polizei. Dazu werden die Elemente mit entsprechenden Beschlagsbauteilen (Sicherheitsschließplatten, abschließbare Griffe, etc.), Sondergläsern (zum Beispiel P4A Verbundsicherheitsglas) und verbesserter Glasanbindung an die ­Rahmen (Verklebung) ausgestattet. Jedoch ist es unabdingbar, dass ein solches Element nur dann seinen Schutz erbringen kann, wenn auch die Verbindung zum Bau­körper (RC-­Montage) entsprechend einbruchsicher ausgeführt wird.    
Zu den Preisen: Für RC 2-Elemente kann mit einem Aufpreis von ca. 250-350,– Euro zzgl. MwSt. pro Flügel gerechnet werden. Es empfiehlt sich aber immer, aufgrund der Komplexität und der Wichtigkeit des Anliegens, zuerst eine umfassende Beratung einzuholen und sich dann ein darauf ausgerichtetes spezielles Angebot erstellen zu lassen.   

Zum Schluss die Frage nach der Förderung: Gibt es speziell für Fenster Förderprogramme für Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Einbruchschutz?

Martin Gugelfuss: Die Bundesregierung unterstützt seit Jahren begleitend die rechtlichen Verschärfungen der EnEV durch Förder­pro­gramme, die günstige Kreditbedingungen bis hin zum Teilerlass ü̈ber die KfW (Kreditanstalt fü̈r Wiederaufbau) vergibt. Gefördert werden hier unter anderem Neubau, energetische Sanierung und Einbruchschutz – zum Teil auch kombiniert. Neben den nationalen Förderprogrammen gibt es auch immer wieder bundesländerspezifische Programme. Bedauerlicherweise gibt es keine ü̈bersichtliche Plattform, in der die Fördermöglichkeiten anschaulich und konsumentenfreundlich aufbereitet sind.

Herr Gugelfuss, wir bedanken uns sehr herzlich für das informative Gespräch.

Unsere
Interviewpartner: Martin Gugelfuss ist
Geschäftsfü̈hrer des
Familienunternehmens Gugelfuss GmbH mit Stammsitz
in Elchingen. Gugelfuss zählt zu den
größten Fenster- und
Tü̈renherstellern in Sü̈ddeutschland.
www.gugelfuss.de
Unsere Interviewpartner:
Martin Gugelfuss ist Geschäftsfü̈hrer des
Familienunternehmens Gugelfuss GmbH mit
Stammsitz in Elchingen. Gugelfuss zählt zu
den größten Fenster- und Tü̈renherstellern
in Sü̈ddeutschland. www.gugelfuss.de







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